
Alle Kantone der Schweiz – Liste, Fakten & Hauptstädte
Die Schweiz gliedert sich in 26 eigenständige Kantone, die als föderale Gliedstaaten eine lange Tradition innerhalb der Eidgenossenschaft bilden. Diese politischen Einheiten unterscheiden sich erheblich in Fläche, Bevölkerungszahl und administrativer Struktur – von Graubünden mit über 7.000 Quadratkilometern bis zum winzigen Basel-Stadt mit lediglich 37 Quadratkilometern. Die Vielfalt der Kantone spiegelt die sprachliche und kulturelle Heterogenität des Landes wider, das vier Amtssprachen und zahlreiche regionale Besonderheiten vereint.
Jeder Kanton verfügt über eine eigene Verfassung, ein Parlament und eine Regierung, was dem schweizerischen Föderalismus seinen charakteristischen dezentralen Charakter verleiht. Die Kantone sind gleichzeitig Mitgliedstaaten des Bundes und eigenständige Träger staatlicher Hoheitsrechte. Diese besondere Staatsstruktur hat sich seit dem Bundesvertrag von 1848 stetig weiterentwickelt und umfasst heute auch den jüngsten Kanton Jura, der erst 1979 beitrat.
Die folgende Übersicht bietet eine umfassende Darstellung aller 26 Kantone mit ihren wesentlichen Merkmalen, geordnet nach verschiedenen Kriterien wie Alphabet, Fläche und historischer Zugehörigkeit. Aktuelle Einwohnerzahlen basieren auf Daten des Jahres 2024 und wurden aus offiziellen statistischen Quellen zusammengestellt.
Welche sind alle 26 Kantone der Schweiz?
Die Schweizerische Eidgenossenschaft besteht aus genau 26 Kantonen, deren Bestand seit 1999 verfassungsrechtlich in Artikel 1 der Bundesverfassung verankert ist. Diese Kantone bilden das Fundament der politischen Gliederung und nehmen eine zentrale Rolle im föderalen System ein. Ihre Entstehung erstreckt sich über einen Zeitraum von nahezu 700 Jahren, beginnend mit den drei Waldstätten im Jahr 1291 bis zum Beitritt des Kantons Jura im Jahr 1979.
Wesentliche Merkmale im Überblick
- Föderale Struktur: Die 26 Kantone verfügen über umfassende Autonomie in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und innerer Sicherheit.
- Sprachliche Vielfalt: Vier Amtssprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch) prägen das sprachliche Landschaftsbild.
- Politische Gleichheit: Jeder Kanton verfügt im Ständerat über zwei Sitze, unabhängig von seiner Größe oder Bevölkerungszahl.
- Historische Wurzeln: Die acht ältesten Kantone, die sogenannten «Alten Eidgenossen», bilden das historische Kerngebiet.
- Regionale Disparitäten: Die Bevölkerungsdichte variiert enorm – von über 5.000 Einwohnern pro km² in Basel-Stadt bis zu weniger als 30 in Graubünden.
Die aufgeführten Einwohnerzahlen stammen aus dem Jahr 2024 und basieren auf Erhebungen des Bundesamts für Statistik. Genaue Stichtage variieren je nach Quelle zwischen dem 31. Dezember 2023 und dem zweiten Halbjahr 2024.
| Kanton | Abkürzung | Hauptstadt | Einwohner (ca. 2024) | Fläche (km²) |
|---|---|---|---|---|
| Aargau | AG | Aarau | 735.808 | 1.404 |
| Appenzell Innerrhoden | AI | Appenzell | 16.700 | 173 |
| Appenzell Ausserrhoden | AR | Herisau | ~60.000 | 243 |
| Bern | BE | Bern | 1.063.960 | 5.959 |
| Basel-Landschaft | BL | Liestal | ~290.000 | 518 |
| Basel-Stadt | BS | Basel | 201.384 | 37 |
| Freiburg | FR | Freiburg | 346.674 | 1.671 |
| Genf | GE | Genf | 531.102 | 282 |
| Glarus | GL | Glarus | 42.371 | 685 |
| Graubünden | GR | Chur | 204.888 | 7.105 |
| Jura | JU | Delémont | ~75.000 | 838 |
| Luzern | LU | Luzern | 437.944 | 1.493 |
| Neuenburg | NE | Neuenburg | 179.518 | 803 |
| Nidwalden | NW | Stans | 45.345 | 276 |
| Obwalden | OW | Sarnen | 39.662 | 491 |
| St. Gallen | SG | St. Gallen | 540.036 | 2.026 |
| Schaffhausen | SH | Schaffhausen | ~85.000 | 298 |
| Solothurn | SO | Solothurn | 289.792 | 791 |
| Schwyz | SZ | Schwyz | 168.931 | 908 |
| Thurgau | TG | Frauenfeld | ~290.000 | 991 |
| Tessin | TI | Bellinzona | 357.720 | 2.812 |
| Uri | UR | Altdorf | 38.275 | 1.077 |
| Waadt | VD | Lausanne | ~845.870 | 3.212 |
| Wallis | VS | Sitten | 371.288 | 5.224 |
| Zug | ZG | Zug | 133.739 | 239 |
| Zürich | ZH | Zürich | 1.620.020 | 1.729 |
Alphabetische Liste der Kantone mit Abkürzungen und Hauptstädten
Die alphabetische Anordnung der Kantone bietet einen schnellen Überblick über alle 26 Gliedstaaten der Eidgenossenschaft. Jeder Kanton besitzt eine offizielle Abkürzung, die von der Bundeskanzlei festgelegt und im Amtsverkehr verwendet wird. Diese Abkürzungen orientieren sich an den historischen oder mehrsprachigen Bezeichnungen und ermöglichen eine einheitliche Kurzform in Dokumenten und Statistiken.
Zweisprachige Kantonsnamen
Mehrere Kantone führen offiziell zweisprachige Bezeichnungen, die sowohl die deutsche als auch die französische Namensform umfassen. Der Kanton Freiburg heißt beispielsweise auf Französisch Fribourg, während Bern im französischen Sprachgebrauch Berne genannt wird. Der Kanton Wallis wird international als Valais geführt, und das Tessin trägt die italienische Bezeichnung Ticino. Diese sprachliche Vielfalt ist auf bfs.admin.ch entsprechend dokumentiert und spiegelt die mehrsprachige Struktur des Landes in ihrer ganzen Breite wider.
Eine Besonderheit stellt der Kanton Graubünden dar, der als einziger Kanton drei offizielle Amtssprachen besitzt: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Die Hauptstadt Chur liegt im deutschsprachigen Teil des Kantons, während die romanische und die italienische Sprachregion historisch gewachsene Identitäten bewahrt haben.
Hauptstädte und Regierungssitze
Die Hauptstadt der Schweiz ist zwar Bern, doch jeder Kanton verfügt über einen eigenen Regierungssitz, der nicht immer mit dem namensgebenden Zentrum übereinstimmt. So ist Liestal die Hauptstadt von Basel-Landschaft, obwohl die bekanntere Stadt Basel im Halbkanton Basel-Stadt liegt. Diese Unterscheidung ist besonders bei Basel und Appenzell relevant, wo jeweils zwei Halbkantone existieren.
Die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden werden landläufig als «Halbkantone» bezeichnet. Diese Bezeichnung hat jedoch keine verfassungsrechtliche Grundlage mehr – seit der Totalrevision der Bundesverfassung im Jahr 1848 sind sie rechtlich vollwertige Kantone mit gleicher Stellung im Bundesstaat.
Die größten und kleinsten Kantone nach Fläche und Einwohnerzahl
Ein Vergleich der Kantone nach ihrer Fläche offenbart erhebliche Unterschiede, die auf geografische Gegebenheiten und historische Entwicklungen zurückzuführen sind. Der flächenmäßig größte Kanton Graubünden umfasst mit 7.105 Quadratkilometern rund 17 Prozent der Schweizer Landesfläche. Dieser alpine Kanton erstreckt sich über das gesamte Engadin und reicht bis an die Landesgrenze mit Italien und Österreich.
Im Gegensatz dazu umfasst der kleinste Kanton Basel-Stadt lediglich 37 Quadratkilometer – in etwa die Fläche eines mittelgroßen Dorfes. Das Stadtgebiet beschränkt sich im Wesentlichen auf die Agglomeration Basel und wird durch die Grenzen zu Deutschland und Frankreich eingefasst. Diese extreme Kleinräumigkeit erklärt auch die außergewöhnlich hohe Bevölkerungsdichte von über 5.000 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Bevölkerungsreichste und bevölkerungsärmste Kantone
Der bevölkerungsreichste Kanton ist Zürich mit rund 1,62 Millionen Einwohnern, was etwa 17,9 Prozent der Gesamtbevölkerung der Schweiz entspricht. Die wirtschaftliche Bedeutung des Kantons als Finanzplatz und Innovationszentrum spiegelt sich in dieser Konzentration wider. Es folgen der Kanton Bern mit über einer Million Einwohnern und die Waadt mit annähernd 846.000 Bewohnern.
Der bevölkerungsärmste Kanton ist Appenzell Innerrhoden mit etwa 16.700 Einwohnern. Die geringe Bevölkerungszahl hängt mit der besonderen Geschichte und der kleingliedrigen Struktur des Kantonsgebiets zusammen. Bemerkenswert ist, dass die bevölkerungsärmsten Kantone häufig auch zu den flächenmäßig kleineren gehören – ein Muster, das auf historische Siedlungsmuster und topografische Gegebenheiten zurückgeht.
Räumliche Verteilung und Bevölkerungsdichte
Die Bevölkerungsdichte variiert dramatisch zwischen den Kantonen. Während Basel-Stadt eine Dichte von über 5.000 Einwohnern pro Quadratkilometer aufweist, kommen in Graubünden lediglich etwa 29 Einwohner auf dieselbe Fläche. Diese Gegensätze spiegeln die unterschiedlichen Lebensräume wider – von der städtischen Verdichtung im Mittelland bis zur dünn besiedelten Berglandschaft der Alpen und des Juras.
Aktuelle Bevölkerungsdaten werden vom Bundesamt für Statistik auf bfs.admin.ch regelmäßig aktualisiert. Die hier verwendeten Zahlen beziehen sich auf den Stand Ende 2024 beziehungsweise auf die neuesten verfügbaren Erhebungen.
Historische Reihenfolge und Besonderheiten der Kantone
Die Geschichte der Schweizer Kantone erstreckt sich über fast 700 Jahre und spiegelt die allmähliche Ausdehnung der Eidgenossenschaft von den drei Waldstätten bis zum heutigen 26-kantonalen Bundesstaat wider. Der Gründungsmythos der Schweiz basiert auf dem Bundesbrief von 1291, den Uri, Schwyz und Unterwalden – das heutige Obwalden und Nidwalden – abschlossen. Diese drei Orte bilden seither das historische Kerngebiet der Eidgenossenschaft.
Die Alten Eidgenossen
Zwischen 1291 und 1353 schlossen sich insgesamt acht Orte zur Eidgenossenschaft zusammen, die heute als «Alte Eidgenossen» bezeichnet werden. Nach Uri, Schwyz und Unterwalden folgten Luzern (1332), Zürich (1351), Glarus und Zug (1352) sowie Bern (1353). Diese Kantone bestimmten lange Zeit die Geschicke der entstehenden Schweiz und genossen eine privilegierte Stellung, die sich bis heute in verschiedenen Bereichen widerspiegelt – etwa bei der protokollarischen Ordnung im Ständerat.
Erweiterungen bis 1803
Nach einer Phase der Stagnation in der Reformationszeit erfuhr die Eidgenossenschaft durch die Napoleonische Ära eine grundlegende Transformation. Im Jahr 1803 traten insgesamt neun neue Kantone bei, darunter Graubünden, Tessin, Waadt und Aargau. Die sogenannte Mediationsakte schuf erstmals einen territorial zusammenhängenden Vorläufer des modernen Bundesstaats. Freiburg und Solothurn waren bereits 1481 beigetreten, Basel-Stadt 1501 und Appenzell 1513. Die Alten Eidgenossen Zwischen 1291 und 1353 schlossen sich insgesamt acht Orte zur Eidgenossenschaft zusammen, die heute als «Alte Eidgenossen» bezeichnet werden, und hier ist ein Link zu weiteren Informationen über die Kantone der Schweiz: Magicred Casino Bonus.
Jüngste Kantonsgründungen
Die Kantone Wallis, Neuenburg und Genf traten 1815 nach dem Wiener Kongress bei. Der jüngste Kanton, Jura, gehört der Eidgenossenschaft erst seit 1979 an. Er entstand durch die Teilung des Kantons Bern und ist der einzige Kanton, dessen Gründung im 20. Jahrhundert erfolgte. Diese historische Genese erklärt die unterschiedlichen staatsrechtlichen Traditionen innerhalb des heutigen Bundesstaats.
Offizielle Bekanntmachungen und Gesetze des Kantons Tessin werden im Foglio Ufficiale Canton Ticino veröffentlicht, dem offiziellen Amtsblatt des südschweizerischen Kantons.
Zeitlinie der Kantonsbeitritte
- 1291: Gründung der Eidgenossenschaft durch Uri, Schwyz und Unterwalden (heute Obwalden und Nidwalden)
- 1332: Beitritt Luzerns als vierter Kanton
- 1351: Zürich tritt der Eidgenossenschaft bei
- 1352: Glarus und Zug schließen sich an
- 1353: Bern wird achter Alter Eidgenosse
- 1481: Freiburg und Solothurn treten bei
- 1501: Basel-Stadt wird Kanton
- 1513: Appenzell schließt sich als letzter der Alten Eidgenossen an
- 1803: Mediation: Neun neue Kantone treten bei (Aargau, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen, Tessin, Thurgau, Waadt)
- 1815: Nach dem Wiener Kongress: Wallis, Neuenburg und Genf treten bei
- 1833: Basel-Landschaft trennt sich von Basel-Stadt
- 1979: Jura tritt als 26. Kanton bei
Die historische Entwicklung zeigt, dass die heutige Kantonsstruktur das Ergebnis eines Jahrhunderte währenden Prozesses ist. Die Reihenfolge der Beitritte hat bis heute Bedeutung für die protokollarische Stellung der Kantone und findet etwa bei offiziellen Anlässen oder in der Nummerierung auf Karten ihren Ausdruck.
Was ist über die Kantone gesichert – und was bleibt unklar?
Die grundlegenden Fakten über die 26 Kantone der Schweiz sind durch die Bundesverfassung und offizielle Statistiken gut dokumentiert. Einige Aspekte hingegen unterliegen kontinuierlichen Schwankungen oder methodischen Interpretationsspielräumen.
Gesicherte Informationen
- Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen gemäß Artikel 1 BV
- Die Kantonsliste ist seit 1999 verfassungsrechtlich abschließend geregelt
- Jeder Kanton besitzt eine eigene Verfassung und Regierungsgewalt
- Die historische Reihenfolge der Beitritte ist dokumentiert
- Offizielle Abkürzungen sind durch die Bundeskanzlei festgelegt
- Grundlegende territoriale Abgrenzungen sind juristisch definiert
Unklare oder variable Aspekte
- Exakte Einwohnerzahlen schwanken je nach Erhebungszeitpunkt
- Prognosen zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung sind mit Unsicherheiten behaftet
- Die genaue Berechnung der Bevölkerungsdichte hängt von der Methodik ab
- Sprachgrenzen verschieben sich kontinuierlich durch Migration
- Wirtschaftsleistung und Steuereinnahmen unterliegen jährlichen Schwankungen
Bedeutung der Kantone im schweizerischen Föderalismus
Die Kantone bilden das Herzstück des schweizerischen Föderalismus und nehmen eine Doppelrolle ein: Sie sind einerseits Gliedstaaten des Bundes und andererseits eigenständige Souveränitätssubjekte. Diese Konstruktion ermöglicht eine dezentrale Machtverteilung, die regionale Interessen wahrt und gleichzeitig die Einheit des Gesamtstaats gewährleistet. Die Kantone sind direkt an der Bundesgesetzgebung beteiligt – durch ihre Vertretung im Ständerat, der die gleichberechtigte Kammer zum Nationalrat bildet.
In der schweizerischen Kompetenzordnung kommt den Kantonen die primäre Zuständigkeit in zahlreichen Politikbereichen zu. Dazu gehören das Schulwesen, das Gesundheitswesen, die Raumplanung, der lokale Strassenbau und die Polizei. Der Bund ist nur zuständig, wenn ihm die Bundesverfassung eine entsprechende Kompetenz zuweist. Das Subsidiaritätsprinzip stellt sicher, dass Entscheidungen möglichst bürgernah getroffen werden.
Die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Schweiz spiegelt sich unmittelbar in der Kantonsstruktur wider. Jeder Kanton pflegt seine eigenen Traditionen, Dialekte und kulinarischen Besonderheiten. Das Tessin ist für seine Italianität bekannt, während im Wallis romanische Kulturelemente eine besondere Rolle spielen. Dieser Föderalismus schützt und fördert regionale Eigenheiten – bis hin zu Spezialitäten wie dem waadtländischen Recette des Vrais Bricelets Salés.
Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe «Kanton» und «Staat» synonym verwendet. Streng genommen sind die Kantone jedoch keine eigenständigen Völkerrechtssubjekte, sondern Gliedstaaten des Bundes, der als Völkerrechtssubjekt auftritt.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Grundlage dieses Artikels bildet die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die auf admin.ch in aktueller Fassung abrufbar ist. Das Bundesamt für Statistik (bfs.admin.ch) liefert die zuverlässigsten Daten zu Bevölkerungszahlen, Flächen und wirtschaftlichen Kennzahlen der Kantone.
«Die Schweizerische Eidgenossenschaft besteht aus den 26 Kantonen: Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Thurgau, Tessin, Uri, Waadt, Wallis, Zug und Zürich.»
— Artikel 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Das offizielle Schweizer Informationsportal ch.ch bietet zusätzliche Erläuterungen zum schweizerischen Staatsaufbau und zur Rolle der Kantone. Für spezifische Informationen zu einzelnen Kantonen empfehlen sich die jeweiligen kantonalen Websites, die über das Portal zugänglich sind. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (eda.admin.ch) stellt Informationen zur internationalen Positionierung der Schweiz bereit.
Zusammenfassung
Die Schweiz zählt 26 Kantone, die als föderale Gliedstaaten eine zentrale Rolle im politischen System des Landes einnehmen. Von den drei Gründungskantonen Uri, Schwyz und Unterwalden im Jahr 1291 bis zum jüngsten Kanton Jura im Jahr 1979 erstreckt sich eine fast 700-jährige Geschichte staatlicher Konsolidierung. Die Vielfalt der Kantone manifestiert sich in erheblichen Unterschieden bei Fläche, Bevölkerungszahl und sprachlicher Prägung. Zürich ist mit rund 1,62 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Kanton, während Appenzell Innerrhoden mit etwa 16.700 Einwohnern der kleinste ist. Graubünden dominiert flächenmäßig mit über 7.000 Quadratkilometern, während Basel-Stadt mit lediglich 37 Quadratkilometern den Gegenpol bildet. Die Kantone tragen den schweizerischen Föderalismus und gewährleisten durch ihre Autonomie die Berücksichtigung regionaler Interessen sowie die Pflege kultureller Eigenheiten.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Kantone hat die Schweiz?
Die Schweiz besteht aus genau 26 Kantonen. Diese Zahl ist seit dem Beitritt des Kantons Jura im Jahr 1979 unverändert und verfassungsrechtlich in Artikel 1 der Bundesverfassung verankert.
Welcher ist der größte Kanton der Schweiz?
Graubünden ist der flächenmäßig größte Kanton mit 7.105 Quadratkilometern. Er umfasst etwa 17 Prozent der Schweizer Landesfläche und erstreckt sich über die gesamte östliche Alpenregion.
Welcher ist der kleinste Kanton nach Fläche?
Basel-Stadt ist der kleinste Kanton mit einer Fläche von lediglich 37 Quadratkilometern. Er beschränkt sich im Wesentlichen auf das Stadtgebiet von Basel und seine Agglomeration.
Was sind die Halbkantone?
Als Halbkantone werden Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden bezeichnet. Der Begriff ist historisch bedingt, hat aber seit 1848 keine rechtliche Bedeutung mehr – alle 26 Kantone sind gleichgestellt.
Welche Kantone sind mehrsprachig?
Bern, Freiburg und Wallis sind zweisprachig (Deutsch/Französisch). Graubünden führt drei Amtssprachen (Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch). Tessin ist italianischsprachig, Genf französischsprachig mit regionalen Varianten.
Wann wurde der jüngste Kanton gegründet?
Der Kanton Jura ist der jüngste Kanton und trat 1979 der Eidgenossenschaft bei. Er entstand durch die Teilung des Kantons Bern und ist der einzige Kanton, dessen Gründung im 20. Jahrhundert erfolgte.
Wo finde ich eine offizielle Karte der Kantone?
Das Bundesamt für Statistik bietet auf bfs.admin.ch eine offizielle Karte der 26 Kantone mit farblicher Codierung und Nummerierung nach historischer Reihenfolge.
Wie unterscheiden sich die Kantone wirtschaftlich?
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit variiert erheblich. Zürich, Zug und Genf zählen zu den wirtschaftsstärksten Kantonen mit bedeutenden Finanz- und Dienstleistungssektoren. Bergkantone wie Graubünden oder Wallis sind stärker vom Tourismus und der Landwirtschaft abhängig.